Auf dieser Seite findet ihr Infos über:

- Namibia allgemein

- Reisen in Namibia

- Sicherheit

- Verkehrsregeln/Fahrtechnik

- Die Philosophie unserer Touren

Namibia

Namibia hat eine Fläche von 825.418 qkm also etwa die 2,5 fache Größe des wiedervereinten Deutschlands. Trotzdem leben hier nur ca. 2,2 Millionen Menschen. Das macht Namibia nach der Mongolei zum am dünnsten besiedelten Land der Welt mit ca. 2,5 Menschen pro qkm.
Der kalte Benguela Strom, der an Namibias Atlantikküste nach Norden fließt, sorgt meist für Morgennebel in den Küstengebieten und für willkommene Abkühlung in den Sommermonaten Oktober bis April.
Die Haupteinnahmequellen des Landes sind: Fischerei, Bergbau, Landwirtschaft und Tourismus.
Die Amtssprache ist Englisch, Verkehrssprache ist Afrikaans und auch Deutsch ist noch weit verbreitet. Insgesamt werden in Namibia 16 Sprachen in 13 ethnischen Bevölkerungsgruppen gesprochen.

Namibia

Namibias Währung ist der Namibia Dollar (N$), der 1:1 an den südafrikanischen Rand gekoppelt ist und ebenfalls als Zahlungsmittel akzeptiert wird.

Auch Flora und Fauna haben viel zu bieten. 14 Vegetationszonen mit 200 endemischen Pflanzenarten, darunter die berühmte Welwitschia mirabilis und 120 weitere Baumarten und 100 Farnarten.
Namibia kann neben Elefanten, Giraffen, Nashörnern, Büffeln, Löwen, Leoparden und Geparden mit 20 Antilopenarten, 250 Reptilienarten und rund 630 Vogelarten dienen.

An Sehenswürdigkeiten mangelt es nicht in Namibia. Die wichtigsten sind aber wohl Etosha National Park, Sossusvlei, Brandberg, Spitzkoppe, natürlich Swakopmund, das Geisterdorf Kolmanskop bei Lüderitz, der Fishriver Canyon, der versteinerte Wald und das Kaokoveld.

Reisen in Namibia

Für die Einreise benötigen Bundesbürger kein Visum.
Bei der Paßkontrolle wird im Reisepaß die zugestandene Aufenthaltsdauer eingetragen, die bis vor kurzem generell 90 Tage betrug. Mittlerweile sind die Grenzbeamten allerdings dazu übergegangen, dem Besucher nur noch die im Einreisezettel (wird im Flugzeug ausgegeben) angegebene Anzahl an Tagen zuzugestehen, wobei manchmal Fehler vorkommen. Möchte man stundenlanges Schlangestehen und eine kostenpflichtige Verlängerung der Aufenthaltsdauer vermeiden, sollte man unmittelbar nach Abstempeln des Passes die zugestandene Aufenthaltsdauer kontrollieren und gegebenenfalls berichtigen lassen.

Reisegruppe

In Namibia herrscht Linksverkehr. Soll heißen: Ihr müßt auf der linken Straßenseite fahren! Daran gewöhnt man sich aber recht schnell.
Während in Windhoek und anderen Städten sehr vieles mit Kreditkarte bezahlt werden kann, so ist dies im namibischen Hinterland nur noch selten möglich. Benzin gibt es fast überall nur gegen cash. Achtet deshalb immer auf einen ausreichenden Vorrat an Bargeld. In größeren Orten gibt es immer Banken oder Bankautomaten, wo man notfalls "nachtanken" kann.

Apropos Tanken: Das Tankstellennetz Namibias ist nicht mit dem Deutschlands zu vergleichen, wo man ja alle Nase lang über eine stolpert. Hier können die Abstände zwischen zwei Tankstellen durchaus 300 - 400 km betragen. Eine Routenplanung für eine Enduro basiert deshalb zu einem großen Teil auf dem Vorhandensein von Tankstellen.

Neben den Entfernungen werden die Temperaturen und die Sonne in Namibia immer wieder von ausländischen Besuchern unterschätzt. In den Sommermonaten können durchaus Temperaturen über 40°C erreicht werden, die man aufgrund der sehr trockenen Luft allerdings nicht so empfindet, wie das z.B. in Deutschland der Fall wäre. Falls vorhanden sollte man deshalb möglichst mit heller Kleidung an den Start gehen. In den Wintermonaten sind die Tagestemperaturen angenehmer, dafür kann es nachts emfindlich kalt werden. Generell gilt: Das ganze Jahr hindurch sind eine gute Sonnenbrille, ein Sonnenschutz für die Pausen und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor unbedingt zu empfehlen. Für die Wintermonate und wenn es in die Küstengebiete geht, sollte man sich auch warme Kleidung einpacken.

Die meisten Nationalparks sind für Motorräder tabu. Zum einen dadurch begründet, daß man den Speiseplan von Löwe & Co. nicht um leckere Touristen erweitern möchte und zum anderen wegen der im allgemeinen mit Motorrädern einhergehenden Lärmbelästigung. Wer trotzdem z.B. in den Etosha National Park möchte, wendet sich an eine der im Umkreis vorhandenen Lodgen. Dort kann man seine Enduro abstellen und wird gegen Entgelt in den Park gefahren.

Sehr unproblematisch ist hier die Ernährung. Jedes kleine Dorf hat meist einen Laden, in dem man die grundsätzlichen Lebensmittel kaufen kann. Wer einen etwas höheren Anspruch an seinen Speiseplan stellt, sollte sich in den größeren Ortschaften im Supermarkt eindecken. Das Wasser ist in Namibia durchweg einwandfrei. Meist kommt es aus Tiefbrunnen und ist bedenkenlos ohne Chemie oder Abkochen zu genießen.

Das größte Risiko für die Gesundheit liegt in den (hoffentlich nicht vorkommenden) Stürzen. Es müssen keine besonderen Impfungen vor der Reise getätigt werden und nur, wer in den Norden Namibias fährt, sollte vielleicht eine Malariaprophylaxe in Erwägung ziehen.

Die hiesigen Preise sind für deutsche Touristen sehr moderat. Obwohl manche Lodgen ihre Kunden recht heftig zur Kasse bitten, kann der Campingtourist, auch wenn er hin und wieder in einer Lodge absteigt, einen preiswerten Urlaub verbringen. Der Liter Benzin kostet rund 0,60 €, ein halber Liter Bier etwa 0,90 €, ein Essen im Restaurant ca. 6,- € und Campingplatzgebühren im Schnitt ebenfalls etwa 6,- €.

Das Handynetz ist für ein Land dieser Größe erstaunlich gut entwickelt. Die Benutzung eines deutschen Handys ist kein Problem. Wer allerdings alleine in abgeschiedenen Ecken des Landes unterwegs sein will, sollte sich vielleicht ein Satellitentelefon mieten, um im Falle einer Panne oder eines Unfalles Hilfe herbeirufen zu können. Das Warten auf ein zufällig vorbeikommendes Auto kann ansonsten u.U. mehrere Tage dauern.

Sicherheit

Wir behaupten: Namibia ist im Grunde ein sicheres Reiseland. Zumindest wenn man gesunden Menschenverstand walten läßt und sich die weiter unten aufgeführten Ratschläge zu Herzen nimmt.

Grundsätzlich verhält es sich in Namibia wie in jedem anderen Land der Erde. Viele Menschen = viel Kriminalität.

Einkaufen in Omaruru

Die hiesige Kriminalität beschränkt sich weitestgehend auf Diebstahl in allen Variationen. Taschendiebstahl, Gepäckdiebstahl und Einbrüche. Da sind gedankenlose Touristen natürlich gern gesehene Opfer. Immer wieder kommt es vor, daß Autos aufgebrochen werden, weil vielleicht eine Handtasche oder eine Fotoausrüstung offen auf dem Sitz liegen. Raubüberfälle kommen in Windhoek vor, sind aber immer noch nicht an der Tagesordnung.
Sobald man die Hauptstadt verlassen hat, wird all dies besser. Die Bevölkerungsdichte wird dramatisch kleiner und das Risiko somit überschaubarer. Trotzdem sollte man jetzt nicht alle Vorsicht fahrenlassen. Selbst der eher karg ausgerüstete Motorradfahrer, der eigentlich nicht zum Beutebild hiesiger Ganoven zählt, hat mehr als der durchschnittliche Landbewohner Namibias und muß u.U. schmerzliche Verluste an Hab und Gut hinnehmen, wenn er sein Gepäck unbeaufsichtigt läßt. Aber ist das in Deutschland anders?

Hier nun also einige Ratschläge, die das Risiko, bestohlen zu werden, wenn nicht ausschließen so doch zumindest minimieren:

- Gepäck, Ausrüstung und Motorrad nicht aus den Augen lassen.
Auf den Parkplätzen fast aller Supermärkte stehen Wachleute, die Einbruch und Diebstahl verhindern sollen. Das ist zwar keine Garantie, funktioniert in der Regel aber recht gut. Nach erfolgtem Einkauf und wenn bei der Rückkehr alles in Ordnung ist, gibt man dem gutem Mann 2 - 3 N$ also rund 0,20 €. Im Zweifelsfall, wenn einem die Umgebung verdächtig vorkommt und wenn kein Wachmann vorhanden ist, die Satteltaschen abschnallen und mit in den Laden nehmen.

- Auf Campingplätzen das Gepäck nachts mit ins Zelt nehmen.
Nur weil es sich um einen Campingplatz handelt und vielleicht ein Zaun rund herum ist, heißt das noch nicht, daß der Platz sicher ist und nachts nicht nach herumliegenden Sachen abgesucht wird. Das Risiko auf Campingplätzen abseits von Ortschaften ist deutlich geringer als auf Plätzen in oder in unmittelbarer Nähe von Ortschaften.

- Wildes Campen nach Möglichkeit vermeiden.
Wo wildes Campen vertretbar ist und wo nicht, hängt von etlichen Faktoren ab, die es abzuwägen gilt. Letztlich bringt es das Gefühl und die Erfahrung. Falls es sich jedoch wegen einer Panne z.B. oder wegen eines Unfalls nicht vermeiden läßt, weil das Tagesziel aus zeitlichen Gründen nicht mehr erreicht werden kann, solltet Ihr folgendes beachten:
- Mindestens 15 - 20 km außerhalb der Ortschaften campen und erst bei Dämmerung das Zelt aufschlagen. Besser noch   nach Einbruch der Dunkelheit. Das minimiert die Anzahl der Leute, die von Eurem Übernachtungsplatz wissen.
- Wenn möglich nicht direkt neben der Straße campen, wo Ihr von jedem gesehen werden könnt. Namibia ist ein Farmland. Wenn Zäune da sind, gibt's auch irgendwo das Farmhaus dazu. Farmer sind eigentlich durchweg nette Leute und freuen sich meist über Besuch. Einfach nachfragen, ob man das Zelt irgendwo aufschlagen darf. Gleiches gilt für Gebiete ohne Farmen wie die Omaheke Region (Hereroland) oder den Caprivi Strip und das Ovamboland. Die haben kleine umzäunte Ansiedlungen (sogenannte "Krals"). Dort kann man auch fragen, ob man über Nacht bleiben darf und wird eigentlich nie abgewiesen.

Verkehrsregeln Fahrtechnik

Generell sind die Verkehrsregeln in Namibia die gleichen wie in Deutschland, nur das hier links gefahren wird. Daran gewöhnt man sich aber recht schnell. Ansonsten ist eine Stopstraße eine Stopstraße und Überholverbot ist Überholverbot. Die Promillegrenze liegt bei 0,5, die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt innerhalb geschlossener Ortschaften 60 km/h, außerhalb 120 km/h, auf Schotterpisten 80 km/h oder wie jeweils ausgeschildert. Der wirkliche Unterschied zu Deutschland ist der, daß kaum ein Polizist die Einhaltung der Regeln kontrolliert.

Vorsicht Elefanten

In Windhoek werden zwar hin und wieder Alkoholtests gemacht und leider steigt auch die Anzahl der Radarfallen, aber ansonsten genießt man selbst in der Hauptstadt unbeschwertes Fahrvergnügen.
Speziell in Windhoek, aber auch in anderen größeren Ortschaften muß man sich höllisch vor Taxifahrern in Acht nehmen. Die laden ihre Kundschaft nämlich von den Gehwegen ein und halten dafür unberechenbar und an den abenteuerlichsten Stellen.

Sobald man die Ortschaften verlassen hat und auf Pisten unterwegs ist, nimmt auch der Verkehr dramatisch ab. Je nachdem, auf welcher Piste man gerade unterwegs ist, kann man für Stunden fahren, ohne einem anderen Verkehrsteilnehmer zu begegnen. Hier gilt dann vor allem das Prinzip der Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, an das sich leider manche nicht halten. Gerade in entlegenen Gebieten ohne Handyempfang ist man im Falle einer Panne oder gar eines Unfalles auf vorbeikommende Hilfe angewiesen. Das gilt nicht nur für Touristen. Auch Hiesige haben Pannen und sind dankbar, wenn jemand anhält und Hilfe anbietet. Wenn Ihr also ein Fahrzeug am Straßenrand stehen seht, fragt bitte nach, ob Ihr helfen könnt.

Fahren auf Schotter bringt immer herumfliegende Steine mit sich, auch beim Motorrad. Um den Hintermann also nicht zu bombardieren, sollte man von Beschleunigungsrennen absehen und als Hintermann einen gewissen Abstand einhalten. Eine Gefahr bergen in dieser Hinsicht auch entgegenkommende Autos, die mit wachsender Geschwindigkeit einen wahren Regen an Steinen hinter sich herziehen können. Leider interessiert das viele Autofahrer wenig und brettern trotz Gegenverkehr unvermindert weiter. In diesem Fall ganz links fahren, Geschwindigkeit verringern und im Zweifelsfall anhalten.
Glücklicherweise sind solche Erfahrungen wegen des geringen Verkehrs aber eher selten.

Mit dem Motorrad auf Schotterpisten zu fahren, ist nicht schwierig, aber gewöhnungsbedürftig. Es rutscht eigentlich immer. Mal mehr, mal weniger. Wenn die Piste "eingefahren" ist, hat man in der Regel zwei relativ saubere Fahrspuren pro Seite zur Verfügung, die einem recht guten Grip geben. Ist eine Piste aber gerade "geschoben" worden, finden sich die Steine, die vorher noch rechts, links und in der Mitte gelegen haben, gleichmäßig verteilt auf der ganzen Fahrbahn wieder. Das Resultat ist dann Fahren wie auf Murmeln.

Mit der richtigen Kurventechnik läßt es sich aber auch auf Murmeln fahren. Wer in Deutschland Motorrad fährt, hat gelernt, sich mit der Maschine in die Kurve zu legen. Diese Technik sollte man auf rutschigen Untergründen tunlichst unterlassen. Richtig ist, das Motorrad in die Kurve zu drücken, selbst aufrecht zu bleiben und die kurvenäußere Fußraste zu belasten. Wer es besonders gut machen möchte, lehnt sich nach vorne, um das Vorderrad zu belasten und so den Grip zu erhöhen.

Sand ist wieder eine ganz andere Geschichte. Die Freude der einen, der Horror der anderen. Kaum ein anderes Thema wird unter Endurofahrern so diskutiert wie die richtige Fahrtechnik im Sand.
Es darf bezweifelt werden, daß es die eine glücklichmachende Technik gibt. Viel ist davon abhängig, mit welcher Art Maschine man unterwegs ist. Je größer das Vorderrad, je leichter das Motorrad, je größer der Nachlauf desto besser im Sand. Theoretisch. Mit der im Sand schon fast legendären Africa Twin hat Honda bewiesen, daß sich ein schweres Motorrad nicht automatisch für Sand disqualifiziert. Der Hauptfaktor bei jedem Untergrund ist das Können und die Erfahrung des Fahrers.
Ein paar allgemeingültige Techniken haben sich aber gerade für Anfänger in der Vergangenheit bewährt:

Den Reifendruck vermindern kann man nicht nur beim Auto. Auch beim Motorrad hilft dieser Trick enorm beim Fahren im Sand und sonstigen losen Untergründen. Ein verminderter Reifendruck von 1 - 1,2 bar vorne und 1,5 bar hinten haben sich für die meisten Enduros als gut erwiesen. Wenn wieder fester Untergrund erreicht wird, bitte nicht vergessen, wieder aufzupumpen. Durch den verminderten Luftdruck büßt der Reifen Tragfähigkeit ein und kann so leicht durch Steine beschädigt werden.

Gewicht auf das Hinterrad verlagern um das Einsinken des Vorderrades zu verringern.

Stehend mit leicht angewinkelten Beinen fahren. Dadurch wird zum einen der Schwerpunkt nach unten verlagert und weil sich die Schlingerbewegungen des Motorrades nicht mehr unmittelbar auf den Fahrer übertragen können, kann es sich leichter selbst stabilisieren.

Den Lenker nicht zu verkrampft festhalten. Laßt dem Vorderrad einen gewissen Spielraum, damit es sich selbst die Spur suchen kann. Das resultierende leichte Lenkerpendeln ist nicht gefährlich und zeigt lediglich, das das Vorderrad die "Spurensuche" aufgenommen hat.

Gas geben und nicht zu langsam fahren. Das ist für die meisten eine echte Überwindung, bewirkt aber zweierlei: 1.) Durch das Beschleunigen wird das Vorderrad entlastet und sinkt nicht so tief ein. 2.) Je größer die Geschwindigkeit desto größer die stabilisierenden Rotationskräfte der Räder (kennt jeder vom Kreisel). Das heißt, das Motorrad will gar nicht umfallen. Außerdem haben die Räder dann gar keine Zeit einzusinken. Der Nachteil ist natürlich, daß man mit höherer Geschwindigkeit weniger Zeit hat, auf plötzlich auftauchende Hindernisse zu reagieren. Es gilt also, ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Schaut dahin, wo Ihr hin wollt und nicht direkt vors Vorderrad. Auch so eine Überwindungssache, aber auf jedem Untergrund effektiv. Relevante Hindernisse erkennt Ihr auch, wenn Ihr weiter voraus schaut und könnt Euch darauf einstellen. Beim Blick direkt vors Vorderrad werdet Ihr eigentlich permanent von den Gegebenheiten überrascht und habt keine Zeit mehr zu reagieren.

Vorsicht vor Kuppen! Die Qualität unserer Schotterpisten ist im großen und ganzen recht gut. Wenn aber eine Piste länger nicht geschoben, d.h. von einem Straßenhobel geebnet wird, bilden sich Schlaglöcher und das sogenannte Wellblech, wobei die Piste aber nicht gleichmäßig davon betroffen sein muß. Während einem also auf einer Fahrbahnseite die Zahnfüllungen herausvibrieren, ist die Qualität der Gegenspur u.U. deutlich besser. Wenn die Piste gut einsehbar ist, spricht aufgrund des meist geringen Verkehrs nichts dagegen, sich die beste Fahrspur zu suchen und evtl. auch die Gegenspur zu benutzen. Vor nicht einsehbaren Kurven und vor Kuppen aber unbedingt wieder zurück auf die eigene Fahrbahnseite (links!) wechseln. Vor allem bei Kuppen ist besondere Vorsicht geboten, weil unmittelbar dahinter eine Kurve lauern und zu einem unangenehmen Aha - Erlebnis führen kann.
Vorsicht ist auch während und nach den Regenzeiten (September/Oktober und Dezember - April) angeraten. Abfließendes Regenwasser spült teilweise tiefe Rinnen in die Fahrbahn, die enorme Bremswirkung haben.

Die Philosophie unserer Touren

An erster Stelle steht für uns, Euch durch gute Planung und perfekten Service einen unvergeßlichen Urlaub zu bereiten. Eine Möglichkeit wäre, Euch jeden Abend in einer Lodge oder einem Gästehaus abzuladen. Da gibt´s dann kein Zelt aufzuschlagen, es gibt meist eine Bar, an der man den Staub des Tages herunterspülen kann, und ein Bett anstelle der Campingmatratze. Für uns als Tourveranstalter definitiv die einfachste Variante, weil nichts mitgeschleppt werden muß und nichts gekocht werden muß.

Aba Huab Camp

Allerdings würden wir Euch dann einen, unseres Erachtens, wesentlichen Bestandteil einer Reise durch Namibia vorenthalten, das Campen mit allen dazugehörigen Vorzügen.
Wir finden es z.B. schöner, abends um ein Lagerfeuer zu sitzen und über die Ereignisse des Tages zu sprechen als in der Lobby irgendeiner Lodge. Es ist definitiv viel schöner, in Namibias sagenhaften Sternenhimmel zu schauen als an eine Zimmerdecke. Wir haben es uns also zur Aufgabe gemacht, den Brückenschlag zwischen den Annehmlichkeiten einer Lodge und den Vorzügen des Campings zu schaffen. Und das ist uns, wie wir glauben, sehr gut gelungen.

An das Platzangebot eines Zimmers können wir natürlich nicht heranreichen, aber wir haben extra große Zelte, in die bequem all Euer Gepäck paßt und in denen sich auch größere Personen ohne Bandscheibenvorfall ankleiden können. Außerdem handelt es sich um geschlossene Zelte und alle Öffnungen haben Moskito-Netze, so daß Krabbeltiere keine Chance haben.

Wie man sich bettet, so liegt man. Deshalb geben wir Euch keine der berüchtigten Campingmatratzen, sondern ein vernünftiges Feldbett. Auf dem liegt Ihr 40 cm über dem Boden und Ihr müßt nicht die ganze Nacht über den einen vergessenen Stein fluchen, der gemeinerweise genau unter Eurer Matratze liegt.

Auch hinsichtlich der Verpflegung scheuen wir keine Mühen, diese für Euch abwechslungsreich zu gestalten.
Ein reichhaltiges Frühstück mit Brot, Wurst und Käseaufschnitt, Marmelade, Eier gekocht oder gebraten, mit oder ohne Speck sowie Müsli leitet den Tag ein. Dazu gibt´s anständigen Filterkaffee, Tee, Milch und Orangensaft.
Zur Mittagspause bieten wir auf Wunsch Lunchpakete an. Dazu gekühlte Getränke wie Wasser, verschiedene Softdrinks und Fruchtsäfte.
Zum Abendessen gibt es auch bei uns verschiedene Fleischsorten vom Grill, aber eben nicht nur. Jeden Tag ein anderes Gericht. Immer mit Gemüse oder Salat oder frischgebackenem Brot. Gegessen wird übrigens von richtigem Geschirr und nicht von billigen Plastik- oder Blechtellern.

Unser Angebot an Getränken kann es bestimmt mit so mancher Lodge aufnehmen. Neben gutem, hiesigen Bier (nach deutschem Reinheitsgebot gebraut), gibt´s bei uns auch gute Weine aus Südafrika. Unser gut sortiertes Spirituosen- angebot umfaßt neben hiesigen Spezialitäten die üblichen Klassiker und auch den einen oder anderen guten Whiskey. Meistens können wir auch mit Eiswürfeln für den Sundowner dienen.

Dabei wird für all dies kein Handschlag von Euch erwartet. Alle Hilfe ist feiwillig und kein Muß. Dafür betreiben wir einen ziemlichen Aufwand. Unser Begleitfahrzeug transportiert neben der umfangreichen Campingausrüstung und Eurem Gepäck auch eine Ersatzmaschine, für den unwahrscheinlichen Fall einer größeren Panne. Selbstverständlich übernehmen wir auch die tägliche Überprüfung und Wartung der Enduros.


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